Respektvolle Unternehmenskultur macht den Unterschied

Heute: Bettina Schöbitz – Respektspezialistin

In meiner Reihe “Matthias Schultze fragt – Experten antworten” packe ich erneut ein für uns alle spannendes Thema an und möchte Ihnen dazu die Respektspezialistin Bettina Schöbitz vorstellen.

BS Trainer I Bettina Schöbitz

 

Respektvolle Unternehmenskultur – warum ist dieses Thema so wichtig?

Das Ansehen Ihres Unternehmens wird heute von mehr bestimmt, als nur einem bedarfsorientierten Produktangebot: Kunden wissen in Zeiten des Internets um die einfache Vergleichbarkeit der Preise – und achten daher immer mehr auf den Service und darauf, dass sie sich menschlich angenommen und wertgeschätzt fühlen.

Achtsame Unternehmenskultur macht also den Unterschied. Und zwar mehr als nur bei weichen Faktoren – am Ende des Tages eben auch bei den betriebswirtschaftlichen Zahlen. Denn Kunden kaufen vermehrt dort, wo ihnen Respekt und Einfühlungsvermögen entgegen gebracht werden. Auch qualifizierte Fachkräfte und potentielle Auszubildende achten verstärkt auf diese Werteorientierung.

Warum sollte ich mich als Unternehmer für respektvolle Unternehmenskultur einsetzen?

Das Damoklesschwert „Fachkräftemangel“ schwebt über deutschen Unternehmen. Der Anteil arbeitender Bevölkerung an der Gesellschaft sinkt. Die geburtenstarken Jahrgänge gehen schon bald in Rente und werden dann – als aufgeklärte Verbraucher – echte Mehrwert-Leistung von Unternehmen fordern. Sie haben hart gearbeitet und streben nach einem unkomplizierten Lebensabend.

 

Unternehmens-Kultur

Wenn nun also immer weniger Arbeitnehmer die erforderliche Leistung erbringen sollen und können, dann bedarf es für diese einer Reihe guter Gründe, sich engagiert und loyal für ein Unternehmen einzusetzen. Wenn Unternehmer frühzeitig den Boden für ein Plus an Anziehungskraft auf Wunschkunden und Fachkräfte bereiten, dann investieren sie damit direkt in ihre Zukunft.

Einhergehend damit bedeutet wertschätzende Unternehmenskultur bedeutende finanzielle Entlastungen: Die Krankheitskosten sinken, die Rekrutierung neuer Mitarbeiter geschieht zunehmend auf der Ebene von Mundpropaganda und attraktiver Ansprache – und auch im Personalbestand tut sich was: Kündigungsneigung und BurnOut-Risiken sinken spürbar. Nachhaltige Motivation entsteht eben von innen heraus.

 

Was kann ich als Firmenchef für eine respektvolle Unternehmenskultur tun?

Sie sind gefragt, so gut wie möglich Rahmenbedingungen zu schaffen, die Menschen für ein gedeihliches Miteinander brauchen. Hier sind Sie als Vorbild am Zug. Klar, dass es im Alltag keineswegs immer und für alle perfekte Bedingungen gibt – doch schon der ehrliche und gute Wille zeigt starke Wirkung:

Einen Mutterboden aus Respekt, der eine Entwicklung und ein Wachstum der Menschen überhaupt zulässt. Der Mobbing hemmt und die Stärken der Menschen in den Vordergrund stellt, statt nach ihren Fehlern zu suchen.

Wie Sonne und Wind wirkt qualifizierte Führung am Arbeitsplatz. Sie berücksichtigt Fähigkeiten, Interessen und Lebensziele und ist dem achtsamen Miteinander zuträglich. Hier unterscheiden sich die Ansprüche der insgesamt vier Mitarbeiter-Generationen aus den Jahrgängen von 1940 – 1995, die aktuell in Unternehmen tätig sind. Es ist flexible Führungsarbeit gefragt, die persönliche Potentiale, Bedürfnisse und Werte erkennt – und die Mitarbeiter entsprechend intern ein- und umsetzt. Die fordert und fördert.

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Als Wasser für angemessenes, individuelles Wachstum fungiert die Wertschätzung: „Danke“ sagen für – vermeintlich – selbstverständliche Dinge. Achtsamkeit in Bezug auf veränderte Rahmenbedingungen des Einzelnen. Hier allem voran beispielsweise das Thema Pflege von älteren Familienmitgliedern.

Der Dünger der Kommunikation gibt dem Garten das, was er für optimales Gedeihen benötigt. Individuell dosiert und formuliert. Doch auch die Kommunikation innerhalb des Gartens gilt es lebendig und achtsam zu gestalten – indem Führungskräfte ihre Vorbildfunktion ausfüllen. Dafür müssen sie von operativen Aufgaben zunehmend freigestellt werden, denn als „Dienstleister für ihr Team“ besteht ein hoher Leistungsanspruch an sie.

 

Woran merkt der Kunde, ob in unserer Firma eine respektvolle Unternehmenskultur herrscht?

Stellen Sie sich vor, Sie betreten ein Restaurant oder Hotel. Sie merken sofort: Hier stimmt es für mich, hier fühle ich mich wohl. Sie spüren das instinktiv an vielen kleinen Dingen – sei es der aufmerksame Blick in Ihr Gesicht, ein Lächeln oder eine Handreichung. Oft ist es auch die räumliche Atmosphäre, die Sie willkommen heißt. Immer jedoch ist es ein Gesamtpaket, welches Kunden wohlig einstimmt und sie kleine Fehler auch gerne mal verzeihen lässt.

Um das für Ihr Unternehmen umzusetzen bedeutet es, die „Schuhe der Anderen“ – egal, ob potentielle Kunden oder Mitarbeitern – anzuziehen und mit dessen Blick auf Produkt, Person und Philosophie zu schauen.

  • Wo gibt es Kontaktmöglichkeiten zu diesem Unternehmen? Wie ist es für mich als Kunde oder Bewerber erreichbar?
  • Wie ist der Erstkontakt gestaltet? Welcher „Geist“ wird dort im Team spürbar?
  • Wie gehen die Mitarbeiter mit mir als Kunde oder Bewerber um? Sind diese durch Kleidung oder Verhalten erkennbar?
  • Wie sehen Internetauftritt, Drucksachen, Firmenautos oder Geschäftsräume aus?
  • Welchen Umgang pflegt das Unternehmen in Sachen Reklamationen? Werden diese als lästig empfunden oder als Chance betrachtet?

Es ist ein großes Ganzes aus harten und weichen Faktoren, welches ein Unternehmen zu einem attraktiven Anbieter oder Arbeitgeber macht. Respektvolle Unternehmenskultur ist eine gelungene Mischung aus an den Tag gelegter Tatkraft  und Motivation der Mitarbeiter, Präsentation von Produkt und Personen – mit anziehender Wirkung auf Kunden – und Bewerber, und respektvollem internem Zeit- und Energiemanagement.

Diese Mischung sorgt dafür, dass Preis oder Lohn zugunsten anderer Bedürfnisse auf der Prioritätenliste weiter nach unten rutschen. Denn künftige Kunden und Mitarbeiter bevorzugen es, als Menschen respektiert und behandelt zu werden, statt als schlichte Umsatz- oder Leistungsbringer. Mitarbeiter wollen kein Lob  – sondern echte und ehrliche Anerkennung. Kunden wollen, dass ihnen wirklich inhaltlich und menschlich zugehört wird.

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Bisher läuft es für uns gut – warum sollte ich jetzt daran etwas ändern?

Wunderbar, wenn Ihr Unternehmen aktuell über ein volles Auftragsbuch und eine ausreichende Zahl qualifizierter Bewerber verfügt. Doch die Welt ändert sich – und zwar schneller, als Ihnen lieb ist. Wer heute noch ohne Internet-Auftritt über Mundpropaganda neue Aufträge gewinnt, der ist künftig verloren – denn ihm sterben die Bestandskunden weg.

Über Internet, Blog und Social Media kann ein Unternehmen – egal ob Unternehmensberater, Hausverwalter oder Handwerker – viel für eine anziehende Unternehmenskultur tun, indem es über Text und Bild Einblick in Arbeitsweise und Umgang miteinander bietet. Das schafft Vertrauen und wirkt einladend.

Ihr Unternehmen, mit dem gelebten Respekt für Mitarbeiter und Sina Trinkwalder von Manomama sind übrigens ausgezeichnete Vorbilder dafür. Denn bei ihnen genießen die Mitarbeiter höchsten Respekt. Weil Sie aus der ihnen als „Vorschuss“ entgegengebrachten Wertschätzung echte Wertschöpfung für das Unternehmen machen.

Haben Sie einen gleich-sofort-umsetzen-und-machen-Tipp für unsere Leser?

Investieren Sie schon jetzt in Ihre respektvolle Unternehmenskultur. Begeistern Sie Ihre Mitarbeiter und Kunden für gemeinsame Ziele und stärken Sie so die Anziehungskraft Ihres Unternehmens. So halten Sie gute Leute im Unternehmen. Sie reduzieren die Krankheitskosten und burnout-bedingten Ausfälle. Sie senken ihre Kosten für die Gewinnung von Neukunden und echten Fachkräften. Und am Ende wird auch Ihr Alltag entspannter und menschlicher.

———- Ende ———-

Liebe Frau Schöbitz, vielen Dank für Ihre wundervollen Praxistipps, den Blick auf die Wichtigkeit des wertschätzenden Umgangs im Unternehmen und Ihren aufgezeigten Beispielen. Ein großartig erlebbarer Mehrwert für unsere Leserinnen und Leser.

Ihr Kontakt zur Respektspezialistin | Bettina Schöbitz:

Fon 02104 – 508 20 58
Fix 0171 – 53 03 713
schoebitz@Respektspezialistin.de
www.Respektspezialistin.de

Liebe Leserinnen und Leser, der Dialog 2.0 lebt von Ihrer Aktivität. Was sagen Sie zum Thema “Respektvolle Unternehmenskultur”. Diskutieren Sie hier mit uns und schreiben Sie Ihre Sichtweisen in die Kommentare.

Herzliche Grüße,

Signatur

 

Ihr Matthias Schultze

 

MeinMaler Partner

Autor: Matthias Schultze »

Unternehmer. Malermeister. Blogger. Speaker.

Ein dynamischer Macher und Motivator mit Visionen für eine farbige Zukunft im Handwerk. Der dynamische Unternehmer gilt als Pionier für SocialMedia- und Internetmarketing im Handwerk. Um erfolgreicher zu sein und den Vertrieb stärker zu zünden, beschäftigt er sich bereits seit 1997 intensiv mit den Themen Internet im Handwerk, Social Media, digitalen Netzwerken und der digitalen Revolution. Das Realisieren von Alleinstellungsmerkmalen war einer der Auslöser zum Start vieler neuer Impulse.

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Ein Kommentar zu
»Respektvolle Unternehmenskultur macht den Unterschied«


  1. […] Lesetipp zum Thema – schon über 5000-mal gelesen –> „Respektvolle Unternehmenskultur macht den Unterschied“ mit der Respektspezialistin Bett… […]

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