Warum ich Angebotssammler nicht mag

Auf der Suche nach dem richtigen Preis, von Zeiträubern und fehlender Wertschätzung

Gestern gab es mal wieder eine kuriose Anfrage, von der ich Ihnen heute erzählen möchte. Wir alle sind auf der Suche nach dem richtigen Preis – aber was ist der richtige Preis, wie definiert man das, was darf es kosten und vor allem wie schmeckt der richtige Preis? Lesen Sie hier, warum wir immer öfters für unsere Dienstleistung „Angebote erstellen“ eine Aufwandspauschale erbeten.

Was darf es denn kosten?

Was darf es denn kosten?

 

Was darf es denn kosten?

Täglich erhalten wir im Schnitt zwischen 4 und 8 Anfragen von potentiellen Neukunden. Das ist großartig, denn daraus generieren wir einen nicht unerheblichen, zusätzlichen Auftragsbestand, der uns unsere Zukunft gestaltet. Der größte Teil, wie soll es auch anders sein, kommt online. Aber wie erkennen wir den zu uns passenden Kunden und wie können wir den Sammler aussortieren, der nur unsere Zeit stehlen will, um sich zu bereichern? Wissen Sie, wir nehmen uns für jeden Zeit, hören zu, finden Lösungen, formen Ideen und machen fast alles möglich. Doch warum sollten wir unser Wissen und die Zeit dafür, vor allem aber die Ideen einfach kostenlos verjubeln? Kann es sein, dass ein kleiner Teil der Suchenden wirklich genau das erwartet, so einfach alles umsonst? Hier ein Beispiel, was am 13.10.2014 per Mail kam…

Angebote sammeln, Anfrage eines Sammlers,

Angebote sammeln, Anfrage eines Sammlers,

Wie reagieren wir auf Angebotsanfragen wie in diesem Fall?

Generell reagieren wir ganz entspannt. In diesem aktuellen Fall habe ich folgendes per SMS geantwortet:

Liebe Frau N. Leider erreiche ich Sie nicht. Ihre Anfrage hat uns erreicht. Einen Preis per SMS sende ich Ihnen jedoch nicht zu, auch am Telefon ist es nicht stimmig zu ermitteln. Gerne kommen wir zu Ihnen raus und erstellen ein für Sie und Ihre Bedürfnisse perfekt konfektioniertes Angebot. Das kostet einmalig 50 EUR. Nach Auftragserteilung erstatten wir Ihnen die Aufwandspauschale. Liebe Grüsse, Maler Heyse

So reagieren wir auf Anfragen, die uns suspekt erscheinen

So reagieren wir auf Anfragen, die uns suspekt erscheinen

Es ist uns wichtig, dass sich ein HEYSE-Kunde rund-um-wohlfühlt. Das klappt nicht immer sofort, weil auch wir Fehler machen, aber einem klar kommunizierendem Menschen kann geholfen werden. Wir arbeiten täglich daran, besser zu werden. Nicht alles gelingt uns immer auf Anhieb. Aber, es ist uns wichtig, dass diese Faktoren zwischen Anfragendem und uns stimmig sind. In den letzten 12 Monaten haben wir so viele neue Kunden dazu gewonnen, weil es genau das ist, was sich beide Seiten wünschen.

Was ist uns wichtig bei Angebotsanfragen?

  • Wertschätzung für das, was wir tun und liefern
  • Nähe und Persönlichkeit
  • Identifikation mit unserem Firmenauftritt und dem Spirit
  • Akzeptanz für moderne Kommunikation
  • Menschlichkeit und Authentizität
  • Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit
  • Klarheit
  • Keine Geiz-ist-Geil-Mentalität
  • Intelligenz

Was kostet ein Angebot?

Das kann man nicht genau pauschalisieren, da es von Größe und Umfang der Leistung abhängt. In unseren vielen bereits erlebten Fällen sind es zwischen 30 und 100 EUR brutto, die übrigens durchweg auf positives Echo und vollste Akzeptanz getroffen sind. Generell ist es so, dass unsere Angebotspauschalen individuell bei Neunkundengeschäften kommuniziert werden, da Aufgrund der umfangreichen Vergleiche und der Möglichkeit das Internet zeitsparend dafür zu missbrauchen oft die Gefahr besteht, dass es nicht um unsere eigentliche Dienstleistung geht, sondern vielmehr den billigsten Anbieter zu finden. Das ist uns jedoch zu kurz gedacht. Wir suchen Menschen die sich mit dem, was wir tun, identifizieren und großes Interesse an einer preiswerten Leistung haben und das darf nicht immer die Billigste sein, sondern eine Leistung die ihren Preis wert ist. Aber wie findet man das raus? Sehen Sie, denn da fängt es schon an mit der Zeitinvestition.

Was wird denn heute verglichen?? Hier sehe ich grossen Bedarf an Begleitung und Hilfestellung, Beratung und Wissenstransfer für eine gelungene Dienstleistung. Unser Onlineportfolio ist mittlerweile so umfangreich, daraus lässt sich sehr viel bereits erschliessen, werden Bedürfnisse geweckt und Wünsche erfüllt. Ein plumper Preis für das Streichen der Wände zum Beispiel, kann nicht primär der Wunsch sein. Vielmehr geht es um das Gesamtpaket, was wir mit unserem einzigartigen Team liefern. Das kann man nicht einfach hopplahopp rausfeuern. Wer dafür keine Zeit hat und auch nicht die Wertschätzung aufbringt ggf. 35 EUR in die Hand zu nehmen, ist definitiv kein Heyse-Kunde.

Wichtig zu wissen ist auch, dass das Geld für die Angebotspauschale bei Auftragserteilung zurückgezahlt wird. Bei Nichterteilung dient es als kleine Aufwandsentschädigung für unsere Arbeit.

Werner Deck sagt immer „KEIN Geld verdienen, können wir auch ohne Arbeit“ – So halten wir es auch und das kann ich jedem Handwerker nur empfehlen.

Mich würde jetzt aber Ihre Meinung dazu sehr interessieren. Bitte teilen Sie uns hier Ihre Gedanken mit. Es ist uns sehr wichtig und ich bin fest davon überzeugt, dass es viele andere Handwerker m/w gibt, die sich diese Frage schon oft gestellt haben. Nur zu, alles ist erlaubt nur keine Kraftausdrücke und Beleidigungen.

Farbenfrohe Grüße,

Ihr

Signatur

Matthias Schultze

Auf Facebook wurde das Gestern bereits heiß diskutiert – hier zeigen wir Ihnen mal den Verlauf:

https://www.facebook.com/maler.heyse/photos/a.156460011055364.32166.151209171580448/852361344798557/?type=1
https://www.facebook.com/maler.heyse/photos/a.156460011055364.32166.151209171580448/852457334788958/?type=1

MeinMaler Partner

Autor: Matthias Schultze »

Unternehmer. Malermeister. Blogger. Speaker. Ein dynamischer Macher und Motivator mit Visionen für eine farbige Zukunft im Handwerk. Der dynamische Unternehmer gilt als Pionier für SocialMedia- und Internetmarketing im Handwerk. Um erfolgreicher zu sein und den Vertrieb stärker zu zünden, beschäftigt er sich bereits seit 1997 intensiv mit den Themen Internet im Handwerk, Social Media, digitalen Netzwerken und der digitalen Revolution. Das Realisieren von Alleinstellungsmerkmalen war einer der Auslöser zum Start vieler neuer Impulse.

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11 Kommentare zu
»Warum ich Angebotssammler nicht mag«


  1. Danke für den Artikel und ihre guten Kommentare dazu. Ich möchte noch hinzufügen, dass „Wir – Fachbetriebe des Handwerks mit Ausstellungen und geschultem Beratungspersonal“ auch dahingehend immer mehr ausgenutzt werden. Fachkundige Beratung bei uns, Waren anschauen und aussuchen, aber die Durchführung und Bestellungen (Online oder Großhandel) von sogenannten Hausmeisterservices zu Dumpingpreisen durchgeführt werden.

    • mm

      Liebe Severina,

      vielen Dank für Deinen Kommentar zum Thema. In der Tat, dass ist leider so. Bleiben Sie Ihren Zielen jedoch treu und machen Sie weiter so. Es wird über kurz oder lang für Beratungen ein Honorar nötig sein, welches beim Kauf verrechnet wird. Bei Angeboten machen wir das bereits so. Lesen hier gerne mehr dazu

      Viele Grüße aus Hannover und auf bald,

      Ihr Matthias Schultze

  2. Hallo Matthias,
    Als Mittarbeiter eines Unternehmen und einer der sich nicht immer den Handwerksbetrieb leisten kann, bin ich dankbar für solche Ansichten.
    Wenn ich Angebotslayouts mache möchte ich meinen Lohn, wenn ich zum Bäcker gehe dann kostet das Brötchen Arbeit und Zeit, also als Tauschmittel Geld. So lang wir dieses Tauschmittel haben sollten wir es auch benutzen. Nur wenn wir Leistungen und Arbeit anerkennen werden wir gut leben können. Mit dem Angebotspreis zeigen wir doch nur, das es bei jeder Arbeit auch die gute Vorbereitung wertvoll ist.
    Ein Strich ist schnell gemacht. Die richtige Vorbereitung erst macht aus dem Ganzen erst etwas Sinnvolles.
    Hier ein kleines Gedicht.

    Der Strich.

    Der Strich an sich ist schnell gemacht.
    Doch, davor sei viel bedacht!

    Wo ist der Anfang, wo das Ende?
    Wohin im Raum oder gar an eine der Wände?
    Ist sein Beginn absolut oder relativ?
    Von wo ist er gerade, wo ist er schief?

    ist es ein Gedankenstrich?
    Schwärzt er die Gedanken für mich?
    unterstreicht er mein Wort?
    Oder führt er es fort?
    Welche Farbe soll er haben?
    Sieht er die Sonne oder wird er vergaben?
    Gehört er zu einem Bild?
    Oder, doch nur ein Schild?

    So viel Fragen und es sind nicht alle.
    Einfach ist das auf keinem Falle.
    Dem Strich allein, dem ist es egal.
    Mal hat er Sinn, oder auch keinen dieses mal!

  3. Liebe Kolegen des Maler Handwerks

    Auch wenn dieser Blog schon einige Monate Alt ist,möchte ich mich dennoch dazu äußern.

    Ich lese mit einem Schmunzeln im Gesicht die Thematik die mich seid einigen Jahren beschäftigt.

    Dank dem Media Markt Slogan:“ Geiz ist Geil „,habe ich seid Jahren das Gefühl das sich unsere Gesellschaft Jahr für Jahr darauf eingeschossen hat,alles umsonst zu bekommen was das Herz begehrt.

    Wir Handwerks Unternehmen versuchen in einer Gesellschaft Fuß zu fassen,die von Billigläden wie Kick,Action,Amazon & co.Kg. geprägt und Geistig „vernebelt“ wird !!!

    BILLIG ist heute ein Lebensstandart geworden,ohne sich mit Verstand in der Denkmurmel zu fragen,wie solche Preise Zustande kommen konnten.

    Das hinter dieser Billig Industrie ein Heer an SKLAVEN steht,scheint zig Tausenden vollkommen egal,bzw. garnicht Bewußt zu sein.

    Aber um mal wieder zum eigendlichen Thema zu kommen…

    Ich verlange seid Anfang 2015 für ein geringfügiges Angebot eine Unkosten Pauschale von 25,-€

    In diesen 25,- € sind enthalten:

    – An & Abfahrt bis zu 15 km pro Wegstrecke (30 Minuten)
    – Beratung vor Ort (15 Minuten)
    – Aufmaß (10 Minuten)
    – Kalkulation und Berechnung der Materialkosten Zuhause (30 Minuten)
    – Absenden des Angebotes per E-Mail (5 Minuten)

    Diese 25,-€ „Aufwandsentschädigung“ für ca. 1,5 Stunden LEISTUNG die ich für die „Bedürfniße“ eines Kunden für einen Kleinen Auftrag berechne sind nach meinen Ansichten mehr als Gerechtfertigt !!!

    Und wer zu Schorrig ist,diese 25,-€ für diesen „Aufwand“ in BAR gegen Quittung auf den Tisch zu legen,der gibt auch keine 800,-€ – 1.000,-€ für die Renovierung eines 15-20 qm Zimmer`s aus !!!

    Solche Sprüche wie:“ Die anderen machen aber das Angebot umsonst“,lassen mich Mitlerweile vollkommen kalt !

    Es kann nicht sein das ich als Unternehmer Gesellschaftlich versklavt werde,weil Firmenwie Kick,Action und Media Markt die Menschen Geistig Manipuliert und ich pro Jahr ca. 70-100 Stunden KOSTENLOS durch die Weltgeschichte fahre und am Schreibtisch sitze,wärend sich diese „Kunden“ bei schönstem Wetter ein Eis genehmigen,oder sich Gelangweilt die Fußnägel schneiden !!!

    Ich bin natürlich auf Aufträge angewiesen:
    Aber ich bin auch in einer Position,mir die Kunden aussuchen zu können !!

    Und wer schon bei 25,-€ für ein kleines Angebot ( 1,5 Stunden Leistung)
    ins schwitzen kommt,der Zahlt auch keine 35-40 Euro „Pro Stunde“ wenn es Richtig losgehen soll.

    Also,…..worüber machen wir uns eigendlich Gedanken bzw. Sorgen ?

    Ich bin ein Dienstleistungs Betrieb und DIENE gerne dem,der meine Leistung zu schätzen weiß. Alle anderen,dürfen gerne eine andere Nummer wählen !!!

    Gruß aus Duisburg NRW

  4. Hallo,

    ich habe eben den Beitrag gelesen und ehrlich gesagt vermut ich ganz stark, dass in diesem Fall nur jemand daran interessiert wr die Preise der Konkurrenz in Erfahrung zu bringen.

    Vielleicht ein Existenzgründer. Einer von vielen, die sich für 20,- EUR einen Gewerbeschein besorgen und sich dann als „Malerfachbetrieb“ auf Handwerker-Plattformen wie MyHammer oder blauarbeit verdingen.

    Diese Leute haben natürlich von gar nichts eine Ahnung und von einer Preiskalkulation unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten noch weniger.

    Ich habe mir mal hin und wieder mal diese Seiten angesehen, auch sogar schon mal selbst ein Ausschreibung eingestellt.
    Also was da an Angeboten angekommen ist kann man wirklich nicht beschreiben.

    Die Tatsache das sie die angebotenen Gewerke überhaupt nicht ausüben dürfen, ganz einfach weil die erforderliche Qualifikation fehlt, war gesamt gesehen, wohl noch das kleinste Übel.

    Und hier vermute ich eben auch sogenannte Trittbrettfahrer, die versuchen auf diese Art an Informationen zu kommen, was die Preise betrifft..

    Anders kann ich mir das das nicht vorstellen. Ist doch schon sehr komisch, dass die Frau plötzlich nicht mehr erreichbar ist, oder?

    Mehr als als seltsam finde ich auch die 500 m².
    Jemand der auf 500 m² Wohnfläche wohnt, ruft einen Maler an und fragt ihn ob er Zeit hat, sich den Auftrag anzusehen.

    Und jemand der sich die Mühe macht um die Wand- und Deckenflächen auszumessen, macht das nicht nur so zum Spaß, um sich dann nicht mehr zu melden.

    Das war sicher jemand, der auch überhaupt keine Vorstellung davon hat, was 500 m² sind.

    Die Leidtragenden sind dann irgendwann natürlich die, die ganz legitim, Preise und Leistungen vergleichen wollen.

    Das ihr keine Preise am Telefon macht finde ich gut, kann man ja eigentlich als seriöses Unternehmen nicht.

    Na ja, wahrscheinlich muss man damit einfach leben.

    Wünsche euch auf jeden Fall weiter viel Erfolg.
    Und ein Lob für die Seite, gefällt mir gut, bin heute das erste mal hier.

    Bis Bald

    Volker

    • mm

      Lieber Volker, herzlich Willkommen hier auf blog.maler-heyse.de

      Wir finden es großartig, dass Du uns hier besuchst und das es Dir gefällt. Dein Kommentar ist Weltklasse. Vielen Dank dafür. Beim Lesen habe ich herzhaft gelacht.

      Farbige Grüße und bis bald,

      Dein Maler-HEYSE-Team

  5. Hallo Mathias,
    ja genau so geht es mir auch öfters.

    Ich bekomme öfters Anfragen die völlig daneben sind.

    Manchmal hat man sogar den Eindruck die Leute denken nicht nach
    und klickern die Entertaste ohne Verstand.

    Dies geschieht zunehmend auch bei komplexen Auftragsanforderungen.

    Bisher habe ich nur in seltenen Fällen eine Aufwandpauschale erhoben spiele aber auch mit dem Gedanken dies Auszuweiten.
    Zumindest bei zweifelhaften Anfragen (Wertschätzung).

    Ich versuche meist telefonisch herauszufinden wie groß die Wertschätzung für eine gute Arbeit vorhanden ist. Dabei habe ich auch schon mal öfters die Erstellung eines Angebotes versagt.

    Ähnliche Erfahrungen habe ich auch schon vor einigen Jahren auf zahlreichen Regionalmessen gemacht. Nur eben extremer.

    Von 40 Kontakten entstanden max. 5 Aufträge!

    Mit Aufwandsentschädigungen für Angebote kann man im Gegenzug dennoch potentielle Kunden verschrecken.

    Für wichtig halte ich daher unbedingt dass vorherige Telefongespräch.

    Neben den Angebotssammlern gibt es in meiner Branche noch die ganz verkappten.
    Diese benötigen ein Angebot zum Abgriff von Know how und Erstellung des richtigen Verfahrens (Blaupause für Laien).

    Weiterhin werden erstellte Angebot öfters auch zum Einholen weiterer Angebote unter Umgehung der Urheberschaft benutzt.
    Auf einmal ist alles woanders im Netz öffentlich und der billigste bekommt den Zuschlag.
    Dann gibt es aber auch Post vom Anwalt.
    Alles schon passiert.

    Nein solche braucht man wirklich nicht.

    Mit besten Grüßen aus Düren
    Werner Henke

    Natürlich wollen alle umsonst, überall und sofort.

    Für mich ist das Telefon dass Mittel der Wahl, und die
    Aufwandsentschädigung ein probates Mittel zur Prüfung der wahren Interessenlage.

  6. Hallo Kapitän,

    ich bin als Juniorchef ja momentan noch ein junger „Nachzügler“. Allerdings ist die Angebotssammlerei auch etwas was mir schon einiges an Kopfzerbrechen bereitet hat.

    Generell gebe ich per Mail keine „Pi mal Daumen“ Preise raus.
    Der Kunde wird darauf hingewiesen dass eine Angebotserstellung nur stattfindet wenn ich die Baustelle auch vorher gesehen habe (Grundsatz meines Vater) :-).
    Meistens ist es dann hier auch schon zu Ende. Die meisten „Kunden“ die nur mal schnell aus Langweile heraus einen Preis anfragen sind von dem „Aufwand“ den sie mit diesem Termin haben schon abgeschreckt genug. Aber die hartnäckigen „Preisvergleicher“ die zig Firmen antanzen lassen, sind es, die auch mir Sorgen machen.
    Ich habe leider noch keine optimale Lösung gefunden diese ausfindig zu machen. Aber die Methode mit der Aufwandspauschale kam auch mir schön öfters in den Sinn, gerade weil ich von Kollege Deck schon vieles darüber gelesen habe.
    Ob es sich in einem kleinen Dorf wie dem unseren durchsetzen lässt, oder ob man sich nicht vielleicht sogar selbst ins Fleisch schneidet bleibt abzuwarten. Denn schnell heißt es: „Der bekommt den Hals nicht voll, der verlangt sogar Geld für seine Angebote, was bei allen anderen kostenlos ist“.

    Im Endeffekt geht probieren über studieren und man sollte vielleicht mit dem entsprechenden Fingerspitzengefühl an die Sache gehen und die Kunden bei denen man es durchzusetzen versucht…….seeehr sorgfältig aussuchen! 🙂

    Viele Grüße und sorry fürs Zutexten, aber finde dieses Thema extrem spannend!

  7. Wenn jemand das als Job hat, kann ich es zumindest noch verstehen. Also im Einkauf (Purchasing).
    Privat frage ich zwar, aber eben nur einen. Der bekommt dann den Auftrag oder keiner.
    Und auch als Firma handeln wir so – wir wissen, was ein Angebot kostet und dass damit noch nichts verdient ist. Gute Preise bekommt man nur, wenn man nicht dauernd anfragt und handelt!
    Sonnige Grüße
    Jens

  8. Lieber Matthias,

    nicht nur Handwerkern ergeht es so, auch in meinem Metier erlebe ich dieses oftmals. Ich stimme dir zu, so eine Art hat nichts mit Wertschätzung schon gar nichts mit Respekt zu tun.

    Was ich dagegen tue?

    Ich beantworte jede Anfragen ebenso stets höflich und respektvoll. Teile dem Anfragenden aber auch nicht, dass ich für sein Budgeht nicht der Richtige bin, weil es eben auch um das Gesamtpaket geht und nicht um Teilleistungen. Zudem sind die Anforderungen für ein Webprojekt nicht pauschal zu beziffern, da hier viele Komponenten eine entscheidende Rolle spielen, es zudem auch zum Unternehmen passen muss.

    Ich tue mich schwer, Pauschalen für Angebotserstellungen anzusetzen, entscheide oft aus dem Bauch heraus. Vielleicht sollte ich das überdenken? Doch oftmals ist es so, dass ich von dem Anfragenden, nachdem er meine Sichtweise erhalten hat, nichts mehr höre.

    Kreative Grüße aus Dresden

    Frank

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